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Segelflieger starten durch

Luftsportverein Beilngries blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück und steigt in die zweite Segelflug - Bundesliga auf

Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung des LSV Beilngries konnten die Mitglieder und der Vorstand auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurückblicken. Neben einem wirtschaftlich guten Jahr verzeichnete der Verein auch einen Anstieg der Mitgliederzahlen auf jetzt insgesamt 59 Flugbegeisterte. „Wir freuen uns sehr, dass sich immer mehr Menschen in der Umgebung für das Fliegen begeistern,“ sagt der erste Vorstand Martin Stiefel. Der Beilngrieser Segelflugverein tut auch einiges dafür: So sind die Mitglieder regelmäßig an den örtlichen Schulen und auf dem Beilngrieser Altstadtfest um bei den Bürgerinnen und Bürgern die Lust am Fliegen zu wecken.

Hoch hinaus: Über 75.000 km im Segelflieger

Im Rahmen des nationalen Streckensegelflugwettbewerbes ist der LSV aufgrund der 75.000 insgesamt erflogenen Kilometer zur Saison 2019 in die zweite Segelflug - Bundesliga aufgestiegen und kann sich jetzt auch mit dem Nachbarverein aus Eichstätt messen.

Spenden für die Jugendförderung

Wichtige Projekte in diesem Jahr werden wieder die allgemeine Jugendarbeit und die Ausbildung von Jugendlichen zu Segelflugpilotinnen und Segelflugpiloten sein. Hier steht der LSV u.a. in Kooperation mit den Schulen in Beilngries. So will Jugendleiter Jonas Meier mit einigen Helfern die vereinseigene Werkstatt renovieren und einen neuen Aufenthaltsraum einrichten um hier noch mehr qualitativ hochwertige Angebote machen zu können. Diese und viele andere Projekte finanziert der Verein aus seinen Fluglagern und zum Großteil auch aus Spenden.

Neuer Vorstand

Turnusmäßig wurde ein neuer Vorstand gewählt. In den nächsten zwei Jahren werden Martin Stiefel als erster Vorstand, Claus Blattner als zweiter Vorstand und Segelflugreferent die Geschäfte des LSV führen. Als Kassier stellte sich Markus Pflieger zur Verfügung und Jonas Meier übernimmt neben der Jugendleitung auch das Amt des Schriftführers. Alter und neuer Werkstattleiter und ebenfalls Mitglied im Vorstand bleibt Christan Beck . Den ausgeschiedenen Vorständen Michael Bark, Sebastian Kirschner und Karsten Lenk, sowie dem zurückgetretenen Ausbildungsleiter Hubert Hautmann dankt der LSV Beilngries für das Engagement der letzten Jahre.

Alpenlima 2015: Streckenfluglehrgang des Landesverbandes Bayern

10 lernwillige Flieger waren beim Alpenlima 2015 in Ohlstadt Pömetsried dabei. Die Beilngrieser waren mit vier Teilnehmern vertreten: Michi, Klaus, Christian und Robert. Die Betreuung übernahmen Ute Baranowski, Georg Schulte und Christian Kuhn – der auch Mitglied und Fluglehrer beim LSV Beilgries ist.
Jeder der Teilnehmer brachte einen Sitzplatz in einem doppelsitzigem oder in einem einsitzigem Segelflugzeug mit. Zudem hatte jeder der drei Trainer einen Doppelsitzer dabei. So war sichergestellt, dass jeder Teilnehmer mindestens einmal mit einem Trainer fliegen konnte.
Die Ohlstädter Flieger sorgten für ein hervorragendes Umfeld. Drei Schleppmaschinen brachten uns schnell in die Luft und auch für das leibliche Wohl war immer gesorgt. Der neue Pömetsrieder Flugplatz liegt malerisch im Werdenfelser Land und ist ein guter Ausgangspunkt für Flüge ins Bayerische Voralpenland und ins Hochgebirge.
Der Lehrgang begann am Samstag mit der Erledigung der Formalitäten und mit den ersten Einweisungsflügen. Aufgrund von nachmittäglichen Gewittern wurden die letzten drei einzuweisenden Teilnehmer dann am Sonntag in die Trainerdoppelsitzer gesetzt und es ging dann schon mit den ersten Streckenfügen in das Bayerische Voralpenland los. Für uns Flachlandflieger war die bodennahe Fliegerei auch in größeren Höhen zunächst etwas ungewohnt, aber dank der Unterstützung durch die Betreuer bekam man nach und nach mehr Sicherheit.
Das Wetter spielte hervorragend mit und ermöglichte es, an sechs von sieben Tagen mehrstündige Flüge. Da wurde die Zeit schon fast etwas knapp, um die von den Teilnehmern vorbereiteten Theorieblöcke zeitlich unterzubringen. Es reichte aber für mindestens einen Vortrag pro Vormittag. Sobald die Thermik einsetzte, wurde ausgiebig geflogen.
Selbst die erfahrenen Flieger und auch die Betreuer waren von dem Wetter, das uns geboten wurde, begeistert. Es gab nahezu jeden Tag eine Steigerung. Am Mittwoch dann der Höhepunkt der Woche. An diesem Tag blieb kein Flug unter fünf Stunden. Alle Teilnehmer waren im Engadin und über den Ötztaler Alpen. Als besonderes Erlebnis war an diesem Tag Streckenflugcrack Mathias Schunk vor Ort, stand für Fragen zur Verfügung und flog den Tag mit Christian im neuen Verbands-Doppelsitzer mit.
Die Woche in Zahlen zusammengefasst: Es wurde insgesamt ca. 200 Stunden geflogen, ca. 2300 Streckenkilometer zurückgelegt, jeder Teilnehmer flog mindestens 5 Stunden gemeinsam mit einem Betreuer im Doppelsitzer. Es gab nur eine einzige Außenlandung, die ohne jeglichen Schaden sicher absolviert wurde.
Nicht messbar ist der Erlebniswert, die gewonnene Erfahrung und das innere und äußere Grinsen, welches wir jeden Abend von einem langen Tag im Gebirge nach Ohlstadt zurück brachten. Am leider verregneten Abschlusstag äußerte sich jeder begeistert über die Woche in und über den Bergen. Der Alpenlima 2015 war ein voller Erfolg und wir werden die Tage in Ohlstadt so schnell nicht vergessen.
Ein besonderer Dank geht an die Ohlstädter für Ihre Gastfreundschaft, an den Segelflugzeughersteller DG für das bereitgestellte Flugzeug und an die Betreuer, die sicheres und respektvolles Fliegen in den Alpen vermittelten.

Segelfliegen in den Ostalpen beim Streckenfluglehrgang des LVB from Pinguin on Vimeo.